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Freiheit

Marius Müller-Westernhagens Hit „Freiheit“ gehört sicher zu den wichtigsten deutschsprachigen Liedern der Jahre um und nach der politischen Wiedervereinigung, obwohl dies vom Künstler keineswegs beabsichtigt war. Müller-Westernhagen gab selbst in Interviews an, dem Lied keine tiefere Bedeutung beigemessen zu haben. 

Somit ist Freiheit ein Beweis dafür, welche Eigendynamik eine Idee entwickeln kann und dass viele Deutungsaspekte eines künstlerischen Werkes vom Betrachter (oder in diesem Fall Zuhörer) konstruiert werden (bewusst oder unbewusst). 

 

Ich habe das Lied als Einstieg in eine Reihe mit dem Thema „Freiheit“ verwendet.

Zunächst empfiehlt es sich das Lied zu hören und ein Wirkungsgespräch zu führen („Wie wirkt das Lied auf euch?“). Hierfür ist es empfehlenswert eine Liveversion zu präsentieren.

Erst im zweiten Schritt können diese Eindrücke mit dem Text verglichen, ergänzt oder widerlegt werden. Was ist Freiheit? Welche Aspekte von Freiheit kenne ich und habe ich selbst schon erlebt? Gibt es unterschiedliche Formen von Freiheit oder läuft es auf das immer gleiche Grundprinzip in unterschiedlicher Ausgestaltung hinaus? Denken wir immer nur dann über Freiheit nach, wenn sie uns fehlt? Ist Freiheit das einzige, was fehlt?

 

 

Marius Müller-Westernhagens Lied bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte, um problemorientiert in die Reihe zur Freiheit zu starten und an Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Bernd Schäfer (Mittwoch, 03 Januar 2018 20:55)

    Wir leben in der freiesten Gesellschaft aller Zeiten in einem freien Land. Aber wie frei sind wir wirklich? Wo sind noch Grenzen unserer Freiheit? Und lassen diese sich immer weiter ausdehnen? Ist das überhaupt gut für uns? Ein großes Thema. Von Camus bis Westernhagen ist dazu viel Stoff zu finden. Aber bitte das „Feiern nicht versäumen“ (Westernhagen).